Guten Schulbeginn! CMI blickt zurück auf den eigenen 1. Schultag

Spätestens seit das CMI LehrerOffice-Team unseren Arbeitsalltag bereichert, hört man, wenn es um die Schule geht, immer wieder Sätze wie «Das war bei uns damals alles noch ganz anders». Pünktlich zum Start des neuen Schuljahres haben wir uns unter dem CMI-Mitarbeitenden umgehört, ob und was damals – zu Schulbeginn – denn alles anders war.

Der Ernst des Lebens (Carolin Rosentritt, Projektleiterin)

Blogbeitrag 1. Schultag

Als ich damals meinen letzten Kindergartentag hatte, sagte die Kindergartenleiterin bei ihrer Abschiedsrede mit strengem Gesicht zu uns: «Alles Gute, jetzt beginnt der Ernst des Lebens.» Heute gäbe das wohl einen Aufschrei in der Eltern-Whatsapp-Gruppe, weil man die zarten Seelchen doch nicht so einschüchtern und traumatisieren kann. Mich und meine Freunde hatte das damals aber gar nicht gestört. Wir hatten uns total darauf gefreut, bald zu den «Grossen» zu gehören. Schon Wochen vor dem ersten Schultag hatten wir uns besprochen, wer neben wem sitzt und wie das wohl alles würde.

Und natürlich kamen dann früher oder später die ersten Ernüchterungen. Bei mir fand das erste einschneidende Erlebnis schon in der ersten Woche statt: Als ich mich kurz nach der Pause nochmal kurz zu einer Freundin umdrehte, klemmte sich plötzlich ein Halswirbel so ein, dass ich meinen Kopf nicht mehr nach vorne drehen konnte.

Es kam wie es kommen musste: Die Lehrerin betrat das Klassenzimmer und forderte mich auf, doch bitte nach vorne zu schauen. Ich stand allerdings ob der Schmerzen und ob des puren Vorhandenseins einer körperlichen Einschränkung so unter Schock, dass ich erst einmal gar nichts sagen konnte. Um mich herum wurde das Lachen lauter und die Stimme der Lehrerin immer strenger. Irgendwann brachte ich mit Tränen in den Augen ein «Ich will ja, ich kann aber nicht» raus und drehte meinen kompletten Rumpf nach vorne.

Nach einer gefühlten Ewigkeit verstand die Lehrerin nun mein Problem. Sie versuchte zuerst, mit leichtem Druck meiner Halswirbelsäule auf die Sprünge zu helfen. Das löste bei mir aber nur lautstarke Schmerzensschreie aus. Irgendwann entschied sie sich dazu, meine Mutter zu kontaktieren.

Diese kam dann nach einer halben Stunde (die ich leise weinend auf meinem Platz verbrachte, während sich nach und nach alle wieder auf den Unterricht konzentrierten) um mich abzuholen und zum Arzt zu bringen. Der löste das Problem recht schnell. Ich drehte mich für den Rest des Schuljahres nur noch sehr vorsichtig und selten zu meinen Klassenkameraden um.

DRAMA schon VOR DEM Schulbeginn (NADINE FABREGAT, Projektleiterin)

Blogbeitrag 1. Schultag

Heutzutage finden am ersten Schultag in vielen Familien kleine Partys statt, man geht mit den Grosseltern essen, es werden Fotostorys auf den sozialen Medien gepostet, das Outfit der Erstklässler_innen wird schon Wochen vorher ausgewählt und alles muss passen. Das Foto vom «grossen Tag» gab es aber schon früher und so richtig Bock hatten wir da ja alle nicht drauf, oder?

Als ich in den Sommerferien einen «kleinen Unfall» (diese Geschichte würde einen eigenen Blogbeitrag benötigen) baute, schlug ich mir so stark das Kinn auf, dass es genäht werden musste. Was meine Familie und vor allem meine Mutter natürlich in grosse Panik versetzte, weil: «Wie sieht das denn auf dem Foto aus?» Meine Mama arbeitet in einem medizinischen Beruf und entschied sich kurzerhand dazu, mich selbst und mit Steri-Strips zu verarzten. Und wirklich: Auf den Fotos sieht man rein gar nichts. Danke Mama!

Familienbande (Ursina Zwingli, Application Engineer)

Blogbeitrag 1. Schultag

Mein Vater war Primarlehrer bei uns im Dorf, meine Schwestern und ich waren alle bei ihm in der ersten Klasse. So entspannt wie das vielleicht klingen mag: Es ist nicht immer schön, wenn man jahrelang und für alle im Dorf nur «die Tochter von …» ist.

Woran ich mich aber noch sehr gut erinnere, ist, dass mein Vater mich ein paar Tage vor dem Schulstart gefragt hatte, ob ich am ersten Tag schon «Ufzgi» haben wollte oder nicht. Klein-Ursina fand «Ufzgi» total lässig (die Begeisterung hielt nicht allzu lange, wie man sich denken kann). So durfte meine Klassen schon am ersten Tag Hausaufgaben machen.

Wenn ich mich richtig erinnere, mussten wir Marienkäfer mit identischer Anzahl Punkte suchen und diese gleich ausmalen.

Emmentaler Äpfel und Ziegen (Sabine Walther, Kommunikationsmanagerin)

Blogbeitrag 1. Schultag

Ich weiss nicht mehr wirklich viel von meinem ersten Schultag, aber ich kann mich noch haargenau an das kleine Geschenk auf dem Tisch erinnern. Es war eine Miniaturschreibtafel, ein Miniaturheft und ein Miniaturstift, alle drei mit einem Bändel zusammengebunden. Das bedeutete mir damals die Welt.

Ausserdem hatten alle einen blank polierten Znüni-Apfel auf dem Pult. Ich trug meine Lieblingshose: Manchester-Latzhose in Pink. Und natürlich sass ich neben meiner besten Freundin! Wir nahmen auch mal ihre (echte, vierbeinige) Ziege mit in die Schule, weil wir als Urzeitmenschen verkleidet am jährlichen Schulfest mit Umzug durch zwei Dörfer doch ein echtes Tier dabei haben mussten.

Ein Bild sagt mehr als… (Stefan Bosshard, CEO)

Blogbeitrag 1. Schultag

Unserem CEO war keine Geschichte zu entlocken. Aufgrund guter Kontakte ins Familienarchiv konnten wir aber dieses Zeitzeugnis zur Veröffentlichung ergattern. Eine nicht repräsentative Umfrage unter den CMI-Mitarbeiterinnen (ja, bewusst nicht gegendert) hat jedenfalls ergeben, dass der Ärger der Lehrerin spätestens bei diesem Blick sehr schnell verflogen sein musste 😊.

Wir wünschen allen Schüler_innen, Eltern, Erziehungsberechtigten und Lehrpersonen einen schönen ersten Schultag und ein erfolgreiches neues Schuljahr!

Welche Geschichten brachte Ihr erster Schultag mit sich? Wir freuen uns über Unvergessliches zu Ihrem Schulstart als Kommentar.

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